Dorfstraße 44
8712 Proleb
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Herrn Wolfgang Gerstl wurde am 7. August 2018 für seinen ‚Waldhonig 2018‘ (Honigprobe Nr.: 22956) von der steirischen Imkerschule das österreichische Honig-Gütesiegel verliehen.

Diese Auszeichnung wird alljährlich von der steirischen Imkerschule in Graz verliehen und bestätigt die hohe Qualität seiner Honigprodukte.
Wir gratulieren Herrn Wolfgang Gerstl zu dieser hervorragenden Auszeichnung und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg bei seiner Imkertätigkeit!






Honig – ein hochwertiges Lebensmittel
Echter, naturbelassener Honig zahlt zu den wunderbarsten Gaben der Natur. Unsere Bienen sammeln den süßen Nektar aus den Kelchen der Blüten und den Honigtau von Blättern und Nadeln der Bäume. Die Stockbienen entziehen das überschüssige Wasser, geben körpereigene Substanzen dazu und lassen den Honig in den Waben reifen. Die Imkerin, der Imker entnimmt einen Teil der verdeckelten Waben aus dem Bienenstock und schleudert diese mit der Honigschleuder.

Das Bienenvolk
Damit einmal die Honigblase der Biene mit Nektar gefüllt wird, das sind ca. 20 mg = l/50g, muss diese 80 bis 120 Blüten aufsuchen; dafür benötigt sie 10 bis 15 Minuten und legt dabei eine Strecke bis zu 1 km zurück.
Für 1 kg Honig sind 3 bis 4 kg Nektar oder Honigtau nötig, je nach Wassergehalt und Zuckeranteil. Um 3 KG Nektar zu sammeln, müssen bis zu 150.000 km zurückgelegt und 12 bis 20 Millionen Blüten aufgesucht werden.
Die dabei zurückgelegte Strecke entspricht fast dem 4-fachen Erdumfang.

Bis zu einer Milliarde Blütenbesuche werden pro Jahr und Bienenvolk durchgeführt, eine wahrliche Leistung.
Durch die neuzeitlichen Veränderungen in der Land- und Forstwirtschaft können die Bienen derzeit nur mit Hilfe des Menschen (Imker) überleben.
Das Bienenvolk ist eine organische Einheit, eine Form von Organismus. Eine einzelne Biene kann nicht überleben.
Bienen sind seit 60 Millionen Jahren nachweisbar auf der Erde.
Lebensnotwendig für die Erhaltung der Bienen und damit die Sicherung der Bestäubungstätigkeit in unserer Kulturlandschaft:
Beachtung der Nahrungsgrundlage für die Bienen durch die Pflege der Artenvielfalt an Pflanzen (Feld, Wiese, Gärten und Wald).

200 verschiedene Inhaltsstoffe

  • bis zu 20 verschiedene Zuckerarten, vor allem 28-48 % Frucht- und 22 – 40 % Traubenzucker
  • bis zu 12 verschiedene Fermente (Enzyme)
  • die verschiedenen Aminosäuren
  • bis über 50 Aroma- und Duftstoffe
  • bis zu 1,2 % Blütenpollen, Mineralstoffe
  • die verschiedensten Vitamine und bakterientötende Substanzen

Wussten Sie schon, dass

  • 100 Bienen 10 Gramm wiegen
  • 1 Biene in 2 Minuten 1 km weit fliegt
  • 1 Biene in ihrem Leben 800 km zurücklegt
  • 1 Biene für 1 Pfund Honig bis zu 3,5 mal um die Erde fliegen müsste
  • die Sommerbiene nur 6 Wochen alt wird
  • die Winterbiene bis zu 9 Monaten alt wird
  • 1 Königin 4 Jahre alt werden kann
  • 1 Königin im Mai / Juni bis zu 3.000 Eier/Tag legen kann
  • 1.500 -1.800 Eier ebenso viel wiegen wie das Eigengewicht einer Königin beträgt
  • 5.000 Eier 1 Gramm wiegen
  • Jedes befruchtete Ei / jede noch nicht 3 Tage alte Arbeiterinnenlarve zu einer Königin werden kann
  • 1 Bienenlarve 2.000 Pflegebesuche erhält
  • 1 Bienenlarve nach 6 Tagen ihr Anfangsgewicht auf das 500 fache vermehrt, vergleichsweise ein menschliches Baby in 6 Tagen 32 Zentner zunehmen müsste
  • 14.000 Blütenstaubkörner der größten Art für 1 g Pollen benötigt werden
  • aus befruchteten Eiern weibliche, aus unbefruchteten Eiern Drohnen entstehen
  • ungefähr 80% der 2000 – 3000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen auf die Bestäubung durch die Honigbiene angewiesen sind
  • 4.000 Gemüsearten und 264 Getreidearten, deren Ertrag zudem bis zu fünfmal höher ist als bei den Arten, die ohne Insekten auskommen
  • der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung den Wert der Honigproduktion um das 10 fache übersteigt

Imker sein bedeutet:

  • eine sinnvolle Freizeitgestaltung
  • eine Beschäftigung mit Stressabbau und hohem Freizeitwert
  • ein bewusstes Erleben der Natur im Jahreskreislauf
  • ein Hobby ohne Lärm und Emissionen
  • eigene Gestaltung, Erfolgserlebnisse
  • psychologische und soziologische Aspekte
  • kostenneutrale Beschäftigung
  • Erzeugung von Produkten, die weder gewerbsmäßig noch industriell erzeugt werden können
  • eine Gemeinschaft, die Menschen verbindet
  • eine wichtige kulturelle Arbeit in der Region (Sicherung der Bestäubungstätigkeit und Hebung der Volksgesundheit seit Maria Theresia – jeder Bauer musste Bienenvölker besitzen)