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Samstag, 26. September 2026

Bürgerforum, Klar! und Zivilschutz

Am 25. September 2026 konnten im Rahmen einer Bürgerforum-Veranstaltung wieder Wünsche, Anregungen und Beschwerden vorgebracht werden.
Diesmal kamen viele Fragen aus dem Themenbereich überhöhte Fahrgeschwindigkeit im Ortsgebiet, überragende Sträucher und Bäume, Nutzung von leerstehenen Einrichtungen, Müll (Fehlwürfe) sowie Breitbandausbau.

1. Überhöhte Fahrgeschwindigkeit im Ortsgebiet
Hinweis aus der Bevölkerung: speziell in der Durchzugsstraße (Landesstraße) wird über Raser und zu schnelles Fahren, besonders abends, geklagt.
Dabei wurde der Wunsch nach einer intensiveren Kontrolle durch die Polizei, sowie die Installation einer Geschwindigkeitsmessung geäußert.

Bgm. Steiner: Wir nehmen das Thema sehr ernst. Wir werden der Polizei den Wunsch einer verstärkten Kontrolle, nicht nur im unmittelbaren Schulbereich vorbringen.
Was die Geschwindigkeitsmessgeräte betrifft: Diese Geräte werden nach einem temporärem Rotationsprinzip an unterschiedlichen Orten aufgebaut.
Wir werden in nächster Zeit wieder eine Umsiedelung der Geräte vornehmen.

2. Überragende Sträucher und Bäume / Grünschnitt
Frage: Hecken und Sträucher wachsen auf Gehsteige und in die Straße, die Sicht bei Ausfahrten wird stark behindert. Die Gemeinde kann doch das Zurückschneiden anordnen!

Bgm. Steiner: Laut dem gültigen Straßenrecht sind die Grundeigentümer verpflichtet, sichtbehindernde Hecken und Sträucher bis zur Grundgrenze zurückzuschneiden. Die Gemeinde kann diesbezüglich einen Appell an die Grundstückseigentümer aussprechen, im Wiederholungsfall ein schriftliches Erinnerungsschreiben oder mit einer Anzeige drohen. Wir werden zunächst die Grundstückseigentümer an ihre Verpflichtungen erinnern.

3. Nutzung von leerstehenden Einrichtungen
Frage: Kann man die leerstehenden Nebengebäude am Kirchplatz einer Nutzung zuführen?

Bgm. Steiner: Diese Räumlichkeiten sind z.Bsp. für Vereine nutzbar. Die Nutzung als Wohnung ist aufgrund der kostenintensiven Renovierungsmaßnahmen wirtschaftlich nicht möglich.

4. Müll – Fehlwürfe in Restmüll, Gelber Sack, Bio
Frage: Es wird immer wieder nicht ordnungsgemäß getrennter Müll in der Restmülltonne gefunden, besonders Bio verunreinigt mit Plastik, Sperrmüll liegt neben Containern.

Bgm. Steiner: Die Fehlwürfe speziell beim Restmüll verursacht leider zusätzliche Kosten. Wir können nur vermehrt an die Bevölkerung appellieren, die Mülltrennung gewissenhafter vorzunehmen.

5. Breitbandausbau
Frage: Wie weit fortgeschritten ist der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes in unserer Region?

Bgm. Steiner: Der Ausbau des Glasfasernetzes wurde durch das Vorhaben der Installation mehrerer Funkmasten auf Proleber Seite, sowie auf der Niklasdorfer Seite in der Priorität zurückgereiht. Über den Zeitplan kann man zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Angaben machen.

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorgebracht wurden, bedankte sich Bgm. Mag. Steiner bei den Anwesenden für die vielen Anregungen und die konstruktive Diskussion.

 

Anschließend wurde von der Klar!-Managerin Judith Sattler ein sehr interessanter Vortrag über Klimawandelanpassung, Klimaschutz & Energiewende gehalten.

Die sechs Gemeinden Leoben, Trofaiach, Traboch, Proleb, St. Michael in der Obersteiermark und St. Peter Freienstein haben sich zur KLAR! Murraum Leoben zusammengeschlossen, um für die Folgen des Klimawandels gewappnet zu sein und klimafit in die Zukunft zu gehen.

Die Herausforderungen des Klimawandels sind auch in unserer Region in den vergangenen Jahren immer stärker spürbar geworden. Dazu gehören ein Anstieg der Hitzetage, was im Besonderen für die (ältere) Bevölkerung im innerstädtischen Bereich spürbar ist – Leoben war in den letzten Jahren immer wieder steirischer Hitze-Hotspot, wodurch auch der Energiebedarf für die Kühlung steigt.

Die Anzahl der Einsätze im Katastrophenschutz hat ebenfalls zugenommen. Extremwetterereignisse und Starkregen haben zu Überflutungen, Hangrutschungen und Bodenerosionen geführt und Wohngebiete sowie Verkehrsinfrastruktur gefährdet.
Die Ausbreitung invasiver Arten, wie z. B. östliche Knötericharten entlang von Gewässern, bedrohen die heimische Fauna und die Anfälligkeit der Wälder für Schädlingsbefall durch Borkenkäfer oder pathogene Pilze hat durch den Anstieg der Durchschnittstemperaturen, Hitzewellen und meteorologische Extremereignisse ebenfalls zugenommen.

Dieses Projekt beschreitet gemeinsam und professionell den Bereich Klimawandel und setzt Maßnahmen, um unter veränderten klimatischen Bedingungen zukunftsfähig zu bleiben. Gerade die Kooperation zentraler Städte mit ihren Umlandgemeinden eröffnet Möglichkeiten, die als Einzelgemeinde nur schwer möglich wären.

Im Anschluß zu den Ausführungen von Judith Sattler wurde vom Zivilschutzreferenten Günter Macher ein Überblick über die drastischen Auswirkungen bei einem Black-Out erörtert.

Die Hauptthemen in diesem Vortrag waren:

  1. Eigenvorsorge durch die Bevölkerung
  2. Kommunikation während des Blackouts
  3. Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
  4. Gesundheitsnotversorgung
  5. Krisenmanagement
  6. Lebensmittelnotversorgung
  7. Weitere Einrichtungen und Themen

Am Ende dieses wertvollen Vortrages legte der sehr kompetente Referent für Zivilschutz Günter Macher den Anwesenden seine Empfehlungen bzgl. der Eigenverantwortung und Eigenvorsorge ans Herz.