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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Imke­rei Wolf­gang Gerstl

8712 Pro­leb, Dorf­stra­ße 44
Tel: 0664 91 61 264


Die Imke­rei des Herrn Wolf­gang Gerstl wurde am 12. Okto­ber 2019 vom Stei­ri­schen Lan­des­ver­band für Bie­nen­zucht in der Kate­go­rie ‘Wald­ho­ni­g’­mit Gold aus­ge­zeich­net.

Diese Aus­zeich­nung wird all­jähr­lich ver­lie­hen und bestä­tigt die hohe Qua­li­tät sei­ner Honig­pro­duk­te.
Wir gra­tu­lie­ren Herrn Wolf­gang Gerstl zu die­ser her­vor­ra­gen­den Aus­zeich­nung und wün­schen ihm wei­ter­hin viel Erfolg bei sei­ner Imker­tä­tig­keit!




Honig – ein hoch­wer­ti­ges Lebens­mit­tel
Ech­ter, natur­be­las­se­ner Honig zahlt zu den wun­der­bars­ten Gaben der Natur. Unse­re Bie­nen sam­meln den süßen Nek­tar aus den Kel­chen der Blü­ten und den Honig­tau von Blät­tern und Nadeln der Bäume. Die Stock­bie­nen ent­zie­hen das über­schüs­si­ge Was­ser, geben kör­per­ei­ge­ne Sub­stan­zen dazu und las­sen den Honig in den Waben rei­fen. Die Imke­rin, der Imker ent­nimmt einen Teil der ver­de­ckel­ten Waben aus dem Bie­nen­stock und schleu­dert diese mit der Honig­schleu­der.

Das Bie­nen­volk
Damit ein­mal die Honig­bla­se der Biene mit Nek­tar gefüllt wird, das sind ca. 20 mg = l/50g, muss diese 80 bis 120 Blü­ten auf­su­chen; dafür benö­tigt sie 10 bis 15 Minu­ten und legt dabei eine Stre­cke bis zu 1 km zurück.
Für 1 kg Honig sind 3 bis 4 kg Nek­tar oder Honig­tau nötig, je nach Was­ser­ge­halt und Zucker­an­teil. Um 3 KG Nek­tar zu sam­meln, müs­sen bis zu 150.000 km zurück­ge­legt und 12 bis 20 Mil­lio­nen Blü­ten auf­ge­sucht wer­den.
Die dabei zurück­ge­leg­te Stre­cke ent­spricht fast dem 4‑fachen Erd­um­fang.

Bis zu einer Mil­li­ar­de Blü­ten­be­su­che wer­den pro Jahr und Bie­nen­volk durch­ge­führt, eine wahr­li­che Leis­tung.
Durch die neu­zeit­li­chen Ver­än­de­run­gen in der Land- und Forst­wirt­schaft kön­nen die Bie­nen der­zeit nur mit Hilfe des Men­schen (Imker) über­le­ben.
Das Bie­nen­volk ist eine orga­ni­sche Ein­heit, eine Form von Orga­nis­mus. Eine ein­zel­ne Biene kann nicht über­le­ben.
Bie­nen sind seit 60 Mil­lio­nen Jah­ren nach­weis­bar auf der Erde.
Lebens­not­wen­dig für die Erhal­tung der Bie­nen und damit die Siche­rung der Bestäu­bungs­tä­tig­keit in unse­rer Kul­tur­land­schaft:
Beach­tung der Nah­rungs­grund­la­ge für die Bie­nen durch die Pfle­ge der Arten­viel­falt an Pflan­zen (Feld, Wiese, Gär­ten und Wald).

200 ver­schie­de­ne Inhalts­stof­fe

  • bis zu 20 ver­schie­de­ne Zucker­ar­ten, vor allem 28–48 % Frucht- und 22 – 40 % Trau­ben­zu­cker
  • bis zu 12 ver­schie­de­ne Fer­men­te (Enzy­me)
  • die ver­schie­de­nen Ami­no­säu­ren
  • bis über 50 Aroma- und Duft­stof­fe
  • bis zu 1,2 % Blü­ten­pol­len, Mine­ral­stof­fe
  • die ver­schie­dens­ten Vit­ami­ne und bak­te­ri­en­tö­ten­de Sub­stan­zen

Wuss­ten Sie schon, dass

  • 100 Bie­nen 10 Gramm wie­gen
  • 1 Biene in 2 Minu­ten 1 km weit fliegt
  • 1 Biene in ihrem Leben 800 km zurück­legt
  • 1 Biene für 1 Pfund Honig bis zu 3,5 mal um die Erde flie­gen müss­te
  • die Som­mer­bie­ne nur 6 Wochen alt wird
  • die Win­ter­bie­ne bis zu 9 Mona­ten alt wird
  • 1 Köni­gin 4 Jahre alt wer­den kann
  • 1 Köni­gin im Mai / Juni bis zu 3.000 Eier/Tag legen kann
  • 1.500 ‑1.800 Eier eben­so viel wie­gen wie das Eigen­ge­wicht einer Köni­gin beträgt
  • 5.000 Eier 1 Gramm wie­gen
  • Jedes befruch­te­te Ei / jede noch nicht 3 Tage alte Arbei­te­rin­nen­lar­ve zu einer Köni­gin wer­den kann
  • 1 Bie­nen­lar­ve 2.000 Pfle­ge­be­su­che erhält
  • 1 Bie­nen­lar­ve nach 6 Tagen ihr Anfangs­ge­wicht auf das 500 fache ver­mehrt, ver­gleichs­wei­se ein mensch­li­ches Baby in 6 Tagen 32 Zent­ner zuneh­men müss­te
  • 14.000 Blü­ten­staub­kör­ner der größ­ten Art für 1 g Pol­len benö­tigt wer­den
  • aus befruch­te­ten Eiern weib­li­che, aus unbe­fruch­te­ten Eiern Droh­nen ent­ste­hen
  • unge­fähr 80% der 2000 – 3000 hei­mi­schen Nutz- und Wild­pflan­zen auf die Bestäu­bung durch die Honig­bie­ne ange­wie­sen sind
  • 4.000 Gemü­se­ar­ten und 264 Getrei­de­ar­ten, deren Ertrag zudem bis zu fünf­mal höher ist als bei den Arten, die ohne Insek­ten aus­kom­men
  • der volks­wirt­schaft­li­che Nut­zen der Bestäu­bungs­leis­tung den Wert der Honig­pro­duk­ti­on um das 10 fache über­steigt

Imker sein bedeu­tet:

  • eine sinn­vol­le Frei­zeit­ge­stal­tung
  • eine Beschäf­ti­gung mit Stress­ab­bau und hohem Frei­zeit­wert
  • ein bewuss­tes Erle­ben der Natur im Jah­res­kreis­lauf
  • ein Hobby ohne Lärm und Emis­sio­nen
  • eige­ne Gestal­tung, Erfolgs­er­leb­nis­se
  • psy­cho­lo­gi­sche und sozio­lo­gi­sche Aspek­te
  • kos­ten­neu­tra­le Beschäf­ti­gung
  • Erzeu­gung von Pro­duk­ten, die weder gewerbs­mä­ßig noch indus­tri­ell erzeugt wer­den kön­nen
  • eine Gemein­schaft, die Men­schen ver­bin­det
  • eine wich­ti­ge kul­tu­rel­le Arbeit in der Regi­on (Siche­rung der Bestäu­bungs­tä­tig­keit und Hebung der Volks­ge­sund­heit seit Maria The­re­sia – jeder Bauer muss­te Bie­nen­völ­ker besit­zen)