Aushang
Mittwoch, 29. März 2017

Tierseuchengesetz

Auf Grund des § 2c des Tierseuchenge­set­zes (TSG), RGBl. Nr. 177/1909, zulet­zt geän­dert durch das Bun­des­ge­setz BGBl. I Nr. 163/2015, wird zur Hin­tan­hal­tung der Ein­schlep­pung der Geflügelpest ange­ord­net:

  • § 1. Geflügel und andere in Gefan­gen­schaft gehal­tene Vögel sind so zu hal­ten, dass der Kon­takt zu Wild­vögeln und deren Kot best­möglich hin­tange­hal­ten wird.
  • § 2. (1) Die Füt­terung und Tränkung der Tiere gemäß § 1 muss im Stall oder unter einem Unter­stand erfol­gen, der das Zufliegen von Wild­vögeln erschw­ert und ver­hin­dert, dass Wild­vögel mit dem Fut­ter oder dem Wass­er, das für die Tiere gemäß § 1 bes­timmt ist, in Berührung kom­men.
    • (2) Die Tränkung der Tiere darf nicht mit Wass­er aus Sam­mel­beck­en für Ober­flächen­wass­er, zu dem Wild­vögel Zugang haben, erfol­gen.
    • (3) Die Reini­gung und Desin­fek­tion der Beförderungsmit­tel, Lade­plätze und Gerätschaften hat mit beson­der­er Sorgfalt zu erfol­gen.
  • § 3. Über die Anzeigepflicht gemäß § 17 TSG hin­aus­ge­hend, sind in allen Hal­tun­gen von Geflügel oder anderen in Gefan­gen­schaft gehal­te­nen Vögeln jeden­falls fol­gende Anze­ichen der Behörde zu melden:
    • 1. Der Abfall der Fut­ter- und Wasser­auf­nahme von mehr als 20 % oder
    • 2. Abfall der Eier­pro­duk­tion um mehr als 5 % für mehr als zwei Tage oder
    • 3. Mor­tal­ität­srate höher als 3 % in ein­er Woche.
  • § 4. Diese Anord­nun­gen treten mit Ablauf des Tages der Veröf­fentlichung der Kund­machung in den Amtlichen Vet­er­inär­nachricht­en in Kraft. Zuwider­hand­lun­gen wer­den gemäß § 63 des Tierseuchenge­set­zes geah­n­det.

Wien, am 23. März 2017
Für die Bun­desmin­is­terin
Dr. Johann DAMOSER