Liebe Proleberinnen und Proleber!

Wie ich erfahren musste, wurde die Stadt Leoben gestern vom Bundesministerium für Inneres in Kenntnis gesetzt, dass in den nächsten Tagen 150 Asylwerber in die ehemalige Baumax-Halle einquartiert werden sollen.
Für mich ist dies äußerst bedenklich, dass in einer Zeit von Ausgangssperren, größten Einschränkungen und enormen Belastungen unserer Bevölkerung, weitere Personen auf engsten Raum in unsere Region verlegt werden sollen. Diese Menschen, die nicht in einem Familienverband sind und kaum die Möglichkeit haben werden, ständig einen Sicherheitsabstand von mehr als einen Meter einhalten zu können, sind eine große Gefahr für die weitere Verbreitung des COVID-19.

2015 war die Baumax-Halle bereits mit Flüchtlingen belegt, und obwohl es damals keine Ausgangssperren gab, waren die Schwierigkeiten enorm.
Es ist zu erwarten, dass die unterschiedlichsten Menschen auf engstem Raum und ohne Beschäftigung zu Verhaltensauffälligkeiten neigen werden.

Da sich dieses Quartier in unmittelbarer Nachbarschaft unserer Gemeinde befindet und zu befürchten ist, dass diese Menschen ihre Spaziergänge auch in unsere Gemeinde ausdehnen werden, fordere ich die zuständigen Behörden nicht nur auf, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich die Asylwerber nur auf dem zugewiesenen Baumax-Areal in Leoben-Lerchenfeld aufhalten, sondern die Asylwerber nicht nach Leoben zu verlegen.

Sollten Sie meiner Meinung sein und sich gegen eine Belegung der Baumax-Halle aussprechen, ersuche ich Sie, uns dies mittels Mail (meldeamt.proleb@aon.at) oder schriftlich mitzuteilen.
Wir werden diese Schreiben an das Innenministerium weiterleiten.

Ihr Bürgermeister
Werner Scheer